Krebs begegnen

Auf die krankheit krebs können wir auch anders als voller Angst blicken. Niemand ist ihr hilflos ausgeliefert, und es gibt viele möglichkeiten, sich den herausforderungen zu stellen, die diese krankheit mit sich bringt.

Aus der sozialpsychologischen forschung:

Susanne bekam vor elf monaten ihre brustkrebsdiagnose, danach das volle programm: operation, chemo, bestrahlung. die ärzte sagen, sie wird davonkommen. Trotzdem. Susanne geht´s schlecht…

Aufgrund seiner bahnbrechenden studien in der vergleichsforschung rät thomas mussweiler: „Such dir jemand, dem es noch schlechter geht als dir. das gibt dir das gefühl, noch ganz gut dran zu sein! Das klingt simpel, funktioniert aber ziemlich zu verlässig.“ Dann: „such dir jemand, der eine ähnliche situation großartig gemeistert hat. Und konzentriere dich auf dinge, die du mit dieser person gemeinsam hast. das ist ein aufwärtsvergleich, der meist inspirierend wirkt und dabei helfen kann, ein traumatisches erlebnis zu überwinden.“ (Nach psychologie-heute 08/2009, S. 40 bis 45)

Gesundheit ist „ansteckend“:

Forscher studieren, wie sich gesunde und ungesunde verhaltensweisen, einstellungen und sogar symptome in sozialen netzwerken ausbreiten. Wenn menschen beisammen sind, stecken sie sich an — nicht nur mit Keimen, sondern auch mit haltungen und gefühlen. Die übertragung ist bei freunden stärker als bei geschwistern und ehepartnern. Es scheinen nur selbstgewählte beziehungen eine rolle zu spielen — nicht verwandschaftsbande, in die man hineingeboren wurde. (Nach psychologie-heute 06/2009, S. 60 bis 61)

Aus der anthroposophisch erweiterten medizin:

Die ausgabe mai 2005 von medizin individuell will helfen „krebs begegnen, ihn tiefer verstehen und so die hoffnung fördern, die für viele menschen eine so wichtige Helferin für die individuelle überlebensstrategie darstellt“.

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